Schritt 1: Freifahren

In Schritt 1 werden die Systemverfügbarkeit für einen Bremsentest und die korrekten Ausgangsbedingungen geprüft, z. B. das eingestellte Lastmoment. Fehler im Gesamtsystem können erkannt werden, z. B. eine blockierte Mechanik oder eine nicht öffnende Bremse. Applikative Rückwirkungen auf das Ergebnis des Bremsentests werden reduziert.

Eine im Umrichter eingestellte Ruckzeit wird im Freifahren nicht berücksichtigt. Das Freifahren erfolgt ohne Ruckbegrenzung.

Das Freifahren erfolgt in folgenden Teilschritten:

  • Der Antrieb bewegt sich auf die eingestellte Zielposition. Die Bewegung erfolgt in eingestellter Bewegungsrichtung. Die Zielposition wird über die Strecke vorgegeben.
  • Der Bremsentest errechnet die zu erwartende Dauer der Bewegung und prüft die tatsächliche Bewegung, deren Richtung und die dafür erforderliche Dauer.
  • Nach Erreichen der Zielposition wartet der Bremsentest für die Dauer der eingestellten Wartezeit. Der Antrieb verbleibt in Lageregelung an der Zielposition. Danach erfolgt der nächste Schritt.
  • Der Antrieb bewegt sich in Gegenrichtung zurück auf 50 % der eingestellten Zielposition. Die Bewegung erfolgt entgegen der eingestellten Bewegungsrichtung. Die Zielposition wird über die Strecke vorgegeben.
  • Der Bremsentest errechnet die zu erwartende Dauer der Bewegung und prüft die tatsächliche Bewegung, deren Richtung und die dafür erforderliche Dauer.
  • Nach Erreichen der Zielposition wartet der Bremsentest für die Dauer der eingestellten Wartezeit. Der Antrieb verbleibt in Lageregelung an der Zielposition. Danach erfolgt der nächste Schritt.

Während des Freifahrens werden über die Bremsenansteuerung DB00 sowie über die mit Funktion SBC konfigurierten sicheren Digitalausgänge F-DO.. alle Bremsen geöffnet.