Prinzipieller Aufbau von Permanentmagnetbremsen
Die Bremsen der Serien BK.. und BKB.. sind gleichstromerregte Permanentmagnetbremsen, die elektrisch öffnen und durch die Magnetkraft der Permanentmagnete bremsen. Die folgenden Punkte sind die wesentlichen Teile des Bremssystems:
- die Ankernabe [6], die kraftschlüssig mit der Motorwelle [7] verbunden ist,
- die Ankerscheibe [4], die über die Rückstellfeder [5] axial beweglich an der Ankernabe [6] gelagert ist und
- der feststehende Elektromagnet, der an das Lagerschild [8] angebunden ist.
Der Elektromagnet besteht aus dem Magnetkörper [3] mit einer integrierten Bremsspule [1] und den Permanentmagneten [2].

[1] | Bremsspule |
[2] | Permanentmagnet |
[3] | Magnetkörper |
[4] | Ankerscheibe |
[5] | Rückstellfeder |
[6] | Ankernabe |
[7] | Motorwelle |
[8] | Lagerschild |
[9] | Arbeitsluftspalt |
[10] | Kraft der Rückstellfeder |
[11] | Permanentmagnetkraft |
Prinzipielle Funktion der Bremse
Die Ankerscheibe [4] wird im stromlosen Zustand der Bremsspule [1] durch die Permanentmagnetkraft [11] der Permanentmagnete [2] gegen den Magnetkörper [3] gezogen. Das dabei entstehende Reibmoment wird über die Rückstellfedern [5] und die Ankernabe [6] auf die Motorwelle [7] übertragen, wodurch die Motorwelle [7] gebremst wird.
Wenn die Bremsspule [1] mit der geeigneten Gleichspannung beaufschlagt wird, entsteht im Magnetkörper [3] ein elektromagnetisches Feld, das die Feldwirkung der Permanentmagnete [2] auf die Ankerscheibe [4] aufhebt.
Die Kraft der Rückstellfedern [10] zieht die Ankerscheibe [4] axial zu der Ankernabe [6], wodurch sich der Arbeitsluftspalt [9] öffnet und sich die Motorwelle [7] drehen kann.
Der Arbeitsluftspalt [9] der Permanentmagnetbremsen entsteht durch die Fertigungsmaße der Einzelteile und die Positionierung der Bremse im Lagerschild [8]. Der Arbeitsluftspalt [9] muss nicht eingestellt werden.
Stärken von Permanentmagnetbremsen
- kompakte Motorbauform
- geringe Eigenträgheit durch eine kompakte Ankernabe aus Aluminium
- prinzipbedingt restmomentfrei durch den Aufbau mit einer Reibfläche
- verdrehspielfreie Ankerkonstruktion
- geeignet für hohe Taktzahlen und kurze Schaltzyklen
- einfache Schaltungstechnik ohne Bremsenansteuerung ist möglich durch die Auslegung auf DC 24 V (z. B. durch direkte Speisung aus dem Frequenzumrichter)
Beachten Sie, dass die Bremse bei Überschreiten der Bremsarbeit WInsp ggf. geöffnet bleibt und eine Anlage nicht mehr gebremst oder gehalten werden kann.
