Abriebbildung an den Reibbelägen
Bremsen sind je nach Anwendung einem unterschiedlichem Verschleiß unterworfen. Die Planung regelmäßiger Inspektionen und Wartungen ist daher ein wichtiger Punkt der Antriebsprojektierung.
Als Hauptgröße bei der Festlegung der Wartungsintervalle wird die zu erwartende Lebensdauer des Reibbelags anhand des Kennwerts WInsp ermittelt.
Daneben gibt es noch weitere Einflussfaktoren, die zu Verschleißeffekten an Bremsbelägen und mechanischen Führungselementen führen können. Dies gilt auch bei Applikationen, in denen nur in Not-Halt-Situationen gebremst wird (Haltebremsen).
Zu diesen besonderen Verschleißfaktoren gehören:
- Leerlaufverschleiß
- Leerlaufverschleiß entsteht prinzipbedingt immer durch die vorhandene Restreibung in der Bremse.
- Einbaulagen, die zu einer vertikalen Ausrichtung der Motorlängsachse führen.
- Durch die Gewichtskraft des Belagträgers der Bremse entsteht bei größeren Bremsen (BE20 und größer) ein zusätzlicher Verschleiß, speziell an der Belagunterseite.
- Zweischeibenbremsen
- Zweischeibenbremsen haben einen erhöhten Verschleiß, vor allem in schwenkbarer Einbaulage durch die Abstützung der Bremslamelle.
- Durchführung von Aktivierungsvorgängen
- Bei jedem Vorgang wird Reibarbeit umgesetzt. Die Anzahl der Aktivierungsvorgänge und die pro Vorgang umgesetzte Reibarbeit muss bei der Bestimmung der Belagstandzeit berücksichtigt werden.
Alle genannten Faktoren können die berechnete Lebensdauer zusätzlich reduzieren. Die Option /DUE und die integrierte Bremsenansteuerung BG1Z bieten eine Verschleißüberwachung.