Bremsenansteuerung/Sichere Bremsenansteuerung

WARNUNG

Ein fehlerhafter Anschluss der Bremsenansteuerung sowie fehlerhafte Schaltzeiten zur Bremse können zu einer unerwünschten Bewegung des Antriebs führen. Eine schwerkraftbelastete Achse (z. B. Hubwerk) kann abstürzen.
Tod oder schwere Verletzungen.
  • Die im Gerät oder Bremsentest eingestellte Bremsenöffnungs- und -einfallzeit muss der jeweiligen Bremse entsprechen.

Der Bremsentest erfordert eine Ansteuerung der Bremse über einen Bremsgleichrichter. Wählen Sie bei der Inbetriebnahme des Geräts im Antriebsstrang AS1 bei Bremse die Anschlussart Bremsenansteuerung DB00 aus. Andere Auswahlmöglichkeiten, z. B. MOVILINK® DDI sind zum Bremsentest nicht kompatibel.

Aktivieren Sie zur Inbetriebnahme des Bremsentests im Parametrier-Tool "Assist CS..A" die Funktion SBC. Mit Aktivierung der SBC-Funktion leitet das Gerät intern die funktionale Bremsenansteuerung (DB00) zusätzlich über die Sicherheitsoption CS..A an den mit der Funktion SBC eingestellten sicheren Digitalausgang F-DO.

Verwenden Sie im sicheren Bremsensystem zur Unterbrechung der Energiezufuhr zur Bremse eine geeignete sichere Bremsenansteuerung, z. B. das sichere Bremsmodul SBM, damit die Bremse sicherheitsgerichtet abgeschaltet wird. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Systembeschreibung.

In einem Bremsensystem ohne sicherheitstechnische Relevanz, dass um einen Bremsentest erweitert wird, können Sie die verfügbaren Bremsenansteuerungen mit DC‑24‑V-Steuereingang von SEW-EURODRIVE verwenden. Die Bremsenansteuerung erfolgt dann ausschließlich über den zugeordneten F-DO.

Wenn in einem Mehrachssystem weitere Bremsen oder Antriebe vorhanden und mit dem zu testenden Antrieb mechanisch gekoppelt sind, dann müssen diese Bremsen für die Dauer des Bremsentests geöffnet und die Antriebe momentenfrei sein oder dem zu testenden Antrieb synchron folgen.