Anforderungen an die externe Sicherheitssteuerung

Alternativ zu einer Sicherheitssteuerung können Sie auch ein Sicherheitsschaltgerät einsetzen. Die folgenden Anforderungen gelten sinngemäß.

  • Für sicherheitsgerichtete Anwendungen bis Performance Level d gemäß EN ISO 13849-1 müssen die Sicherheitssteuerung und alle weiteren sicherheitsbezogenen Teilsysteme mindestens für Performance Level d gemäß EN ISO 13849-1 oder SIL 2 gemäß EN 61508 zugelassen sein. Zur Bestimmung des Performance Levels der Gesamtapplikation können Sie die in der EN ISO 13849-1 beschriebene Methode zur Kombination mehrerer sicherheitsbezogener Teilsysteme (ohne PFH‑Wert-Berechnung) einsetzen. SEW-EURODRIVE empfiehlt jedoch, den PFH‑Wert für die Gesamtapplikation zu ermitteln. Der PFH-Wert für MOVIMOT® MM..D ist 0 1/h (Fehlerauschluss).
  • Für sicherheitsgerichtete Anwendungen bis SIL 2 gemäß EN 62061 müssen die Sicherheitssteuerung und alle weiteren sicherheitsbezogenen Teilsysteme mindestens für SIL 2 gemäß EN 61508 oder Performance Level d gemäß EN ISO 13849‑1 zugelassen sein. Außerdem müssen Sie die Wahrscheinlichkeit eines gefahrbringenden Ausfalls (= PFH-Wert) bestimmen. Für die Ermittlung des PFH-Werts für die Gesamtapplikation gilt der PFH-Wert für MOVIMOT® = 0 1/h (Fehlerauschluss).

Applikation

Anforderung an Sicherheitssteuerung

Performance Level d gemäß EN ISO 13849-1

Performance Level d gemäß EN ISO 13849-1

SIL 2 gemäß EN 61508

SIL 2 gemäß EN 62061

Performance Level d gemäß EN ISO 13849-1

SIL 2 gemäß EN 61508

  • Die Verdrahtung der Sicherheitssteuerung muss für die angestrebte Sicherheitsklasse geeignet sein (siehe Herstellerdokumentation). Sicherheitskreise mit MOVIMOT® MM..D müssen Sie 2-polig abschalten.
  • Für die Schaltungsauslegung müssen Sie die für die Sicherheitssteuerung spezifizierten Werte zwingend einhalten.
  • Das Schaltvermögen von Sicherheitsschaltgeräten oder Relaisausgängen der Sicherheitssteuerung muss mindestens dem maximal zulässigen, begrenzten Ausgangsstrom der 24-V-Spannungsversorgung entsprechen.
  • Die Herstellerhinweise hinsichtlich der zulässigen Kontaktbelastungen und eventuell erforderlicher Absicherungen für die Sicherheitskontakte müssen Sie beachten. Wenn diesbezüglich keine Herstellerhinweise vorliegen, müssen Sie die Kontakte mit dem 0,6-fachen Nennwert der vom Hersteller angegebenen maximalen Kontaktbelastung absichern.
  • Um den Schutz vor unerwartetem Wiederanlauf gemäß DIN EN ISO 14118 zu gewährleisten, müssen Sie die Sicherheitssteuerungen so konzipieren und anschließen, dass das Rückstellen des Befehlsgeräts allein zu keinem Wiederanlauf führt. Ein Wiederanlauf darf nur nach einem manuellen Reset des Sicherheitskreises erfolgen.
  • Der 24-V-Versorgungseingang des MOVIMOT®-Umrichters besitzt eine serielle Verpolungsschutzdiode und einen Pufferkondensator mit C = 120 µF. Dies müssen Sie bei der Auslegung des Schaltausgangs als Last berücksichtigen.

Schaltungsbeispiel "Sicherheitsschaltgerät"

Das folgende Bild zeigt die prinzipielle Anschaltung eines externen Sicherheitsschaltgeräts (gemäß den genannten Anforderungen) an den MOVIMOT®-MM..D-Antrieb. Beim Anschluss müssen Sie die Angaben in den jeweiligen Herstellerdatenblättern beachten.

[1]

Sicherheitsschaltgerät mit Zulassung

[2]

DC-24-V-Spannungsversorgung

[3]

Sicherungen entsprechend Herstellerangabe des Sicherheitsschaltgeräts

[4]

Sicherheitsgerichtete DC-24-V-Spannungsversorgung

[5]

Reset-Taster für manuellen Reset

[6]

Zugelassenes Not-Halt-Betätigungselement