Aktivierung der Reibflächen
Bei Verwendung einer Bremse als Haltebremse wird diese gewöhnlich nicht dynamisch belastet. Dadurch kann sich das statische Bremsmoment allmählich reduzieren. Zur Kompensation können die Reibflächen durch eine gezielte dynamische Belastung wieder aktiviert werden. Der Aktivierungsvorgang regeneriert die oberste Schicht der Reibbeläge.
SEW‑EURODRIVE empfiehlt, bei solchen Aktivierungsvorgängen Folgendes zu beachten:
- Die Aktivierung der Reibflächen verursacht Verschleiß an der Bremse. Führen Sie die Aktivierung der Reibflächen so selten wie möglich durch, damit die Belaglebensdauer nicht zu stark verkürzt wird.
- Führen Sie die Aktivierung der Reibflächen vorzugsweise durch einen Bremseneinfall aus deutlich reduzierter Motordrehzahl (< 750 min-1) durch.
- Eine Aktivierung der Reibflächen durch ein kontrolliertes Anfahren des Motors gegen die geschlossene Bremse ist zulässig, sofern die Motordrehzahl einen Wert von 100 min-1 und die Aktivierungszeit eine Dauer von 5 Sekunden nicht überschreiten.
Bei Fragen in Bezug auf die Gestaltung einer Aktivierung der Reibflächen halten Sie Rücksprache mit SEW‑EURODRIVE.