Montage des Keilriementriebs
- Montieren Sie den Motor [1] auf die Grundplatte [2] (die Befestigungsschrauben sind nicht im Lieferumfang enthalten).
- Reinigen und entfetten Sie Wellen [4], Taper-Buchsen [5] und Riemenscheiben [6].
- Befestigen Sie die Riemenschutzhaube [3] an den dafür vorgesehenen Halterungen. Beachten Sie dabei den – zum Auflegen und Spannen der Riemen – benötigten Verstellweg sowie die gewünschte Öffnungsrichtung der Haube.
- Montieren Sie die mit Taper-Buchsen komplettierten Riemenscheiben [6] auf die Getriebe- und Motorwelle [4]. Die Schrauben der Taper-Buchsen sind leicht zu schmieren, nicht belegte Bohrungen gegen Verschmutzung mit Fett zu befüllen. Ziehen Sie die Spannschrauben der Taper-Buchsen [5] gleichmäßig an. Unterstützen Sie das Setzen der Verbindung durch leichte Schläge gegen die Nabe während des Anziehvorgangs.


Die folgende Tabelle zeigt die Anziehdrehmomente für die Taper-Buchsen [5].
Abmessung | Schlüsselweite | Schraubenanzahl | Anziehdrehmoment in Nm |
|---|---|---|---|
TB 1008, 1108 | 3 | 2 | 5.7 |
TB 1210, 1215, 1310, 1610, 1615 | 5 | 2 | 20 |
TB 2012 | 6 | 2 | 31 |
TB 2517 | 6 | 2 | 49 |
TB 3020, 3030 | 8 | 2 | 92 |
TB 3525, 3535 | 10 | 3 | 115 |
TB 4040 | 12 | 3 | 172 |
TB 4545 | 14 | 3 | 195 |
TB 5050 | 14 | 3 | 275 |

- Positionieren Sie die Riemenscheiben [7] möglichst nahe an der Wellenschulter [8]. Weicht die Kranzbreite der beiden Scheiben voneinander ab, so muss dies bei der Positionierung berücksichtigt werden. Kontrollieren Sie die Fluchtung der Riemenscheiben vor und nach dem Anziehen der Taper-Buchsen mittels eines Richtlineals [9] oder eines geeigneten Ausrichtgeräts. Den maximal zulässigen Fluchtungsfehler entnehmen Sie folgender Tabelle.

Scheibendurchmesser D1, D2 in mm | Maximal zulässiger Abstand X1, X2 |
|---|---|
112 | 0.5 |
224 | 1.0 |
450 | 2.0 |
630 | 3.0 |
Für andere Scheibendurchmesser sind die Zwischenwerte für X1, X2 zu interpolieren.
- Legen Sie die Keilriemen [9] auf die Riemenscheiben auf und spannen diese durch Justieren der Grundplatte an den Gewindestangen [10] vor.
- Kontrollieren Sie die Riemenspannung mit einem geeigneten Vorspannungs-Messgerät. Steht kein spezielles Messgerät zur Verfügung, kann die Vorspannung überschlägig gemäß nachfolgend beschriebener Methode geprüft werden.

- Ermitteln Sie anhand folgender Tabelle die Prüfkraft [f] mit welcher der Riemen, bei korrekter Vorspannung, in der Mitte der freien Riemenlänge um die Eindrücktiefe [Ea] ausgelenkt werden kann.
- Vergleichen Sie die gemessenen Werte mit den in der Tabelle (auf den folgenden Seiten) angegebenen. Korrigieren Sie die Riemenspannung bis die Tabellenwerte erreicht werden.

- Ziehen Sie alle Schrauben und Muttern fest und kontrollieren danach nochmals die Ausrichtung der Riemenscheiben, sowie die Einhaltung der korrekten Riemen-spannung.
- Beachten Sie die Einhaltung der korrekten Riemenspannung.
- Bringen Sie die Schutzhaube für den Keilriementrieb ordnungsgemäß an.
- Kontrollieren Sie die Riemenvorspannung nach einer Betriebsdauer von etwa 24 h um die Anfangsdehnung der Keilriemen auszugleichen. Überprüfen Sie in diesem Zuge ebenfalls den festen Sitz der Taper-Buchsen und deren Spannschrauben.
HINWEIS

Die Angaben und Werte in der folgenden Tabelle gelten nur bei Verwendung der von SEW-EURODRIVE eingesetzten Keilriemen. Bei Einsatz von Keilriemen anderer Hersteller ist der Betreiber selbst dafür verantwortlich, die erforderliche Riemenspannung zu ermitteln und die zulässigen Biegemomente nicht zu überschreiten.
Weiterführende Informationen
