Unterschiede zwischen Federdruckbremse und Permanentmagnetbremse

Auch wenn die genannten Bremsenbauarten bei der Projektierung rechnerisch im gleichen Ablauf bewertet werden, muss im Rahmen der Projektierung dennoch der Unterschied zwischen beiden Funktionsprinzipien beachtet und auf die Eignung für die Applikation bewertet werden.

  • Federdruckbremsen, insbesondere jene der Baureihen BP.., BR.., BY.. und BZ.. sind nach dem Ruhestromprinzip konstruiert, d. h., bei Trennung der Spannungsversorgung schließt die Bremse selbsttätig. Dieses Prinzip wird oftmals mit dem Begriff „fail-safe“ bezeichnet.
  • Permanentmagnetbremsen, insbesondere jene der Baureihen BK.. und BKB.., kennen hingegen Fehlerzustände, bei denen trotz Trennung von der Spannungsversorgung kein selbsttätiges Schließen der Bremse erfolgt.

Im Allgemeinen darf die Permanentmagnetbremse nicht oder nicht als alleinige Bremseinrichtung im Sinne der Sicherheitstechnik zum Einsatz kommen, wenn es sich um Achsen/Anlagen handelt, bei denen erhöhte Anforderungen im Bereich des Personenschutzes und Sachschutzes bestehen.

Die maßgebliche Verantwortung für die in diesem Hinblick anforderungskonforme Gestaltung des Sicherheitskonzepts liegt beim Anlagenhersteller.