Variable Drehmomentbegrenzung Q1
Die Zusatzfunktion "Variable Drehmomentbegrenzung Q1" ermöglicht das Vorgeben des Drehmoments über die Applikation in 0.1 % × Motor-Nenndrehmoment. Das Drehmoment wird auf das im Konfigurationsmenü Drehmomentbegrenzung konfigurierte "Minimale Drehmoment" begrenzt. Zusätzlich kann über Steuerbits die Drehzahl- und Schleppfehlerüberwachung deaktiviert/aktiviert werden. Beachten Sie, dass das Deaktivieren oder wieder Aktivieren erst erfolgt ist, wenn die Statusbits den entsprechenden Zustand zurückmelden. Je nach Auslastung des hierfür genutzten Parameterkanals dauert dies 50ms bis zu 2000ms. Somit ist für einen schnellen Prozesstakt das Deaktivieren und Aktivieren der Überwachungen innerhalb eines Takts nicht geeignet. Bei Feldbusbetrieb erweitert sich die Prozessdatenlänge um zwei Prozessdatenworte.
Beachten Sie, dass in der Betriebsart 100 Tippen positionsgeregelt (FCB 20) die Schleppfehlerüberwachung nicht deaktiviert werden kann. Verwenden Sie deshalb die Betriebsart Tippbetrieb 101 drehzahlgeregelt (FCB 05).
Beachten Sie, dass die variable Drehmomentbegrenzung auch in den folgenden Antriebsfunktionen wirkt, wenn der Parameter "Drehmomentgrenzen aus Profilwertverschaltung verwenden" im Konfigurationsmenü Drehmomentbegrenzung eingeschaltet ist.
- FCB 02 Stopp-Standard (keine Betriebsart angewählt - Wert "0")
- FCB 13 Stopp an Applikationsgrenze (Freigabe/Applikationsstopp, Fehlerreaktion)
- FCB 14 Notstopp (Freigabe/Notstopp, Fehlerreaktion)
- FCB 26 Stopp an benutzerdefinierten Grenzen (bei Betriebsartwechsel)
Bei einem Wert der variablen und minimalen Drehmomentgrenze von 0 % wirkt die Applikationsgrenze Drehmoment, die im Konfigurationsmenü Grenzwerte festgelegt ist.